|
Naja nivea www.seitenwinder.de Genaue Bezeichnung der Art (Deutsch/Lateinisch): Kapkobra / Naja nivea Beschreibung der Art: Naja nivea ist eine echte Kobra oder auch eine so genannte Hutschlange. Sie ist mit Hilfe ihrer verlängerten Nackenrippen in der Lage ihren Nacken zu einem Schild oder auch so genannten Hut zu spreizen. Dieses machen die Kobras um größer zu wirken und den Feind damit in die Flucht zu treiben. Der Kopf der Kapkobra setzt sich so gut wie gar nicht vom Hals ab. Sie wird eine Größe von ca. 1,20 m – 1,50 m erreichen, kann aber auch über 2m groß werden. Die Grundfärbung
variiert von braunen bis
ockerfarben oder auch gelblich. Sie ist meist gesprenkelt in gelblichen oder
auch in einem braunen Ton. Die Musterung
zieht sich über den ganzen Rücken bis hin zum Schwanz hinweg. Ihre Unterseite
ist etwas dunkler gefärbt, jedoch heller als ihre Grundfärbung. Ihre Pupillen sind groß und
rund. Ihr Körperbau ist schlank, windig und von eleganter Statur.
Die Schlange besitzt zwei kurze Giftzähne, die in einer Schleimhautfalte
ziemlich weit vorne im Kiefer sitzen. Sie kann ihre Zähne nicht nach vorne und
hinten hin umklappen. Beim Zubiss drückt sich die Schleimhautfalte automatisch
zurück, wenn die Zähne in das Opfer eindringen. Die Giftzähne sind gefurcht,
wo das Gift bei einem Biss in der Furche herunterrinnt. Das sind die proteroglyphen
Giftschlangen ( Seeschlangen und
Giftnattern ), wozu auch
Naja kaouthia zählt. Dann gibt es noch die so genannten solenoglyphen
Giftschlangen ( Vipern und Grubenottern ) und die opistoglyphen Giftschlangen
( Trugnattern ), deren Zähne weiter hinten im Kiefer sitzen und als
ungefährlicher angesehen werden. Dispholidus typus und Thelotornis kirtlandii
sind von den Trugnattern her jedoch als gefährlich einzustufen.
Vorkommen der
Art:
Naja nivea
kommt in Süd Afrika vor.
Lebensraum
der Art:
Sie bevorzugt die
trockenen und steinigen Regionen.
Lebensweise:
Anfangs sind sie
noch recht nervös und aggressiv. Aber schon bald legt sie legen ihr
aggressives Verhalten ab und gewöhnen sich an das Leben im Terrarium. Meine
beiden Tiere sind eigentlich "Zahm", wenn man dieses Wort bei Schlangen
verwenden kann. Das Männchen kann man problemlos am Schwanz hochheben. Ich
bin mir eigentlich auch ziemlich sicher, das ich es mir um den Hals legen
könnte. Als Warngeräusch Faucht diese Kobra sehr laut und
spreizt Nacken. Desto erregter sie ist desto weiter spreizt sie ihren Nacken.
Auf mich machen meine beiden Tiere einen sehr friedlichen Eindruck.
Sobald etwas am Behälter gemacht wird, interessiert sie das nicht im
geringsten. In die enge getrieben spreizen sie ihren Nacken und stoßen
ein lautes Zischen aus. Dabei ist nur gut darauf zu achten das einem das Tier
nicht zu nahe kommt, denn der Zubiss erfolgt sofort, wenn sich eine
Möglichkeit für die Schlange ergibt. Das Gift ist überaus potent, stärker als
das der Schwarzen Mamba (Dendroaspis polylepis) Aktiv sind sie bei mir im
Terrarium immer am Tag und in der Nacht, ziehen sie sich in die
Schlupfkiste
zurück.
Haltung:
Die Haltung von
Naja nivea ist recht einfach. Meine beiden Tiere fressen tote wie lebende
Futtertiere. Ein trockenes Terrarium ist für die Kapkobra äußerst wichtig!
Für das Wohlbefinden der Tiere ist eine Temperatur von 28°C im
Terrarium erforderlich. Bei diesen Temperaturen fühlt sich die Schlange wohl.
Als Bodengrund verwendet man am besten grob steinigen Sand oder
ein Sand- Lehmgemisch, in dem sie wühlen können. Ein passendes Versteck darf nicht fehlen.
Es kann aus einem einfachen Stück Korkrindebestehen. Am besten eignet sich aber eine
so genannte
Schlupfkiste, die man mittels Haken aus sicherer Entfernung
verschließen kann. Es ist auch besonders auf die Schnelligkeit der Schlange zu
achten und das sie nicht immer gut auf einem Haken liegen bleibt. Erfahrene
Giftschlangenhalter halten Ihre Schlangen am Schwanz fest und der Kopf liegt
am Haken. Das sollte aber nur gemacht werden, wenn man seine Schlange auch gut
kennt. Ansonsten Gibt es noch anderes Werkzeug wie Zangen, Schlingen usw.
Wobei ich persönlich nichts von Schlingen halte. Eine Zange ist leider
ziemlich teuer und der Umgang mit ihr muss erst einmal gelernt werden, damit
man dem Tier keine Schmerzen zufügt.
Man sollte nur
immer bedenken, dass es sich hierbei um eine giftige Schlange handelt und für
den Anfänger in keiner Weise als Terrarientier geeignet ist!
Futter:
Als Futter
eigenen sich alle Nager in der richtigen Größe.
Zucht:
Naja nivea
ist ovipar, das bedeutet sie legt Eier. Die Kopulation findet im September/
Oktober statt. Dann sollte man sich auch hüten, den Tieren zu nahe zu
kommen, da sie in dieser Zeit etwas aggressiver sind. Drei Monate später also im
Dezember/ Januar legt sie ihre 15 bis 20 ovalen Eier ab. Die Eier werden in
einem Brutsubstrat leicht feucht gehalten und bei einer Temperatur von ca.
28°C bis 30°C ausgebrütet. So im März schlüpfen die Jungtiere. Eine
Besonderheit bei den Kapkobras ist das das Männchen während das Weibchen
trächtig ist ebenfalls die Futteraufnahme verweigert.
Die weitere
Aufzucht bereitet keine Schwierigkeiten. Gefüttert wird mit nestjungen Mäusen
die eigentlich willig angenommen werden.
Terrarien
(Beleuchtung, Ausstattung etc.):
Als Beleuchtung
verwendet man am besten eine Leuchtstofflampe. Eine Versteckmöglichkeit sollte gegeben sein wie z.B. Korkrinde oder besser
ein
Schlupfkiste.
Auch halte ich
es für sinnvoll den Behälter abzuschließen oder mit Klebeband gegen
unbeabsichtigtes Ausdringen der Schlange zu sichern.
Winterruhe
(wie lange, was ist zu tun):
Entfällt, es
reicht eine Ruhephase bei der die Temperatur herabgesetzt wird und das Füttern
eingestellt wird.
Gift:
Starkes
Neurotoxin
Das Gift
ist überaus potent, stärker als das der Schwarzen Mamba (Dendroaspis
polylepis) und daher
muss mit äußerster Vorsicht an diese Schlange herangegangen werden.
Ein Biss wird
unter ungünstigen Umständen tödlich verlaufen!!!
| |
|
© Michael Köster |